Seit Oktober 2009 arbeite ich an meiner musikwissenschaflichen Dissertation bei Prof. Dr. Riethmüller, Freie Universität Berlin.
Schriftlichkeit beschränkt sich im Wesentlichen auf schriftlich erhaltene Dokumente, Handschriften, Buchstaben auf Pergament oder Papier. Da Mündlichkeit weit vielschichtiger ist, müssen sämtliche nicht - schriftlichen Aspekte betrachtet werden. Körperlichkeit ist untrennbar mit der Mündlichkeit verbunden. Auf die Frage nach Realität oder Fiktion (der Texte mittelhochdeutscher Lyrik), nach Autor, Schreiber und Adressat müssen Antworten gesucht werden. Selbst in den erhaltenen Zeugnissen der Schriftkultur fehlen genaue Angaben, zum Beispiel (geht man vom gesungenen Vortrag aus) oftmals die musikalische Notation ...
Diese Arbeit entstand aus der Diskrepanz der Forschungen meiner beiden Studienfächer. Gehen die Musikwissenschaftler von gesunger Minnelyrik aus, so gibt es bei den Literaturwissenschaftlern Stimmen gegen den mündlichen Vortrag für eine Leselyrik - da die Gedichte teilweise so viel Wortwitz und innere Struktur enthielten, die nur durch das Lesen offensichtlich würden. Ich habe in meiner Abschlussarbeit einen Kompromiss gefunden und musikwissenschaftlich neue Wege aufgezeigt, mit mittelhochdeutscher Lyrik umzugehen.
Gutachter: Prof. Dr. Christian Kaden (HU Berlin) und Prof. Dr. Thomas Cramer (TU Berlin).
Hier finden sie eine Auswahl meiner belegten Seminare: